Ein Flughafen ist nicht genug


Der Berliner Energietisch hat am 14. Januar 2013 nun offiziell die Durchführung eines Volksbegehrens beantragt. Das Volksbegehren sieht eine komplette Rekommunalisierung des Berliner Stromnetzes sowie die Gründung eines Stadtwerkes vor.

Ausweislich der veröffentlichten Jahresabschlüsse der Vattenfall Europe Distribution Berlin GmbH beläuft sich das bilanzielle Anlagevermögen und somit der Buchwert des Berliner Stromnetzes auf rund eine Milliarde Euro. Ohne im Detail auf die (interessante) rechtswissenschaftliche Diskussion eingehen zu wollen, ob nun der Sachzeitwert oder der Ertragswert Anwendung finden muss, läßt sich π mal Daumen sagen, dass der Kaufpreis irgendwo in der Größenordnung liegen wird – vielleicht etwas mehr als eine Milliarde Euro, vielleicht etwas weniger. Es werden insoweit sicher nicht die von Vattenfall aufgerufenen 2,5 Milliarden Euro und sicher auch nicht die 400 Millionen Euro, die sich die Berliner Initiative vorstellt.

Mit Blick auf das Flughafendesaster BER (hier gehts zum Wikipedia-Artikel)  stellt sich die Frage, worauf die Annahme beruht, dass ein zukünftiges berlineigenes Stromnetz besser geplant und bewirtschaftet wird als der Flughafen. Sich bei der derzeitigen Haushaltslage in Berlin ein weiteres Milliardenprojekt auf kommunale Rechnung vornehmen zu wollen, ist…mutig?

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