Der Ausbau der Ladeinfrastruktur kommt zum Erliegen


Der aktuelle Statusbericht der Nationalen Plattform Elektromobilität (NPE) offenbart eine mehr als ernüchternde Entwicklung beim Ausbau der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur: Es sind gerade einmal 18 Ladepunkte in der ersten Jahreshälfte 2015 errichtet worden. Da eine Ladesäule meist 2 oder mehr Ladepunkte bereitstellt, sind also maximal 9 Ladesäulen bundesweit errichtet worden.

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Das Verhältnis von E-Fahrzeugen pro Ladepunkt hat sich damit von 4,7 zugelassenen E-Fahrzeugen im Jahr 2014 auf 6,7 zugelassene E-Fahrzeuge pro Ladepunkt verschlechtert. Das ist also so ziemlich das Gegenteil von einem wegweisenden und vorauseilenden Ausbau der Ladeinfrastruktur.

Gerade mit Blick auf die aktuellen tatsächlichen Reichweiten von E-Fahrzeugen von 100km bis 190 km (bis auf die Tesla-Modelle) kommt einem dichten und verläßlichen Ladesäulen-Netzwerk eine besonders wichtige Bedeutung zu.

Die aktuellen Zahlen des NPE zeigen, dass die bisherige Strategie – der unregulierte Ausbau einer Infrastruktur mit hohen Fixkosten und fallenden Durchschnittskosten – gescheitert ist. Während andere Infrastruktureinrichtungen, wie etwa das Schienennetz oder der Breitbandausbau, ganz selbstverständlich (und auch richtigerweise) reguliert werden, bleibt die Politik beim öffentlichen Ladenetz untätig. Dieser Weg führt in die Sackgasse, wie die aktuellen Ausbauzahlen zeigen.

Dies wird sich mit dem geplanten Strommarktgesetz leider nicht ändern, sondern mit der Gesetzesnovelle soll der aktuelle Zustand zementiert werden, siehe dazu hier: http://wp.me/p1L9qX-aF.
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