Part 2 of the German Energy Industry Act (EnWG)


I finally managed to publish part 2 of the translation of the German Energy Industry Act. You can get it on Amazon.

The Layout is way better in comparison to Part 1 (which I will update accordingly within the next two weeks or so) and  this version includes the most recent amendments of the Act.

I plan on updating the translation once in a while, if and when there are amendments to the law. That means if you buy the eBook, you will get constant updates for free (until i lose interest, that is).  Once the translation of part 3 is completed, I will publish a paperback version, but that might actually take even more time to finish. I will have to change the layout again, which is quite a time consuming endeavor.

I am thankful for any feedback on this, so leave me a comment or drop me an email, if you feel like it.

 

 

Advertisements

Aufbau der Stromtankstellen kommt (nicht) voran


Heute hat der BDEW die neuen Zahlen zum Ausbau der öffentlichen Ladepunkte veröfffentlicht und im Vergleich zum Jahreswechsel sind knapp 700 Ladepunkte hinzugekommen. Damit hören die guten Nachrichten leider auch schon auf.  Der Ausbau kommt zwar zahlenmäßig voran, aber der Bedarf wird bei weitem noch nicht gedeckt. Im Gegenteil: Der Ausbau verlangsamt sich weiter, denn es müssen sich immer mehr E-Fahrzeuge einen Ladepunkt teilen.

160902_ladepunkte

Waren es 2014 noch vier Fahrzeuge pro Ladepunkt, kommen nun auf einen Ladepunkt bereits mehr als 9 Fahrzeuge. Wie ein Bericht der New York Times zeigt, führt ein Verhältnis von 10:1 bereits zu Rangeleien an den Ladepunkten.

Auch das angekündigte Subventionsprogramm der Bundesregierung wird hier nur punktuell eine Entlastung bringen, denn in den Oligopolmarkt der Ladepunkte kommt nur durch Regulierung oder komplette staatliche Finanzierung Bewegung. Wären die öffentlichen Ladepunkte auch gesetzlich Teil des Stromnetzes, wäre ein zügiger Ausbau der Ladepunkte und eine angemessene Finanzierung möglich, genau wie beim Stromnetz auch.

Ohne diese Weichenstellung wird der Ausbau jedoch weiterhin stocken und Deutschland beim Thema Elektromobilität weiter auf der Stelle treten. Die Elektromobilität ist eine Säule der Energiewende und sollte daher auch in rechtlicher Hinsicht wie ein Teil der Energiewende behandelt werden.  Wie dies konkret aussehen könnte, ist hier (Link zu Amazon) im Detail beschrieben.

E-Mobilität in Deutschland beschleunigen


Die Kaufprämie für E-Fahrzeuge ist gestartet, aber das Echo ist eher verhalten. Rund 1.000 Anträge wurden bisher gestellt, ein Ansturm sieht sicher anders aus. Neben dem Fehlen von attraktiven E-Fahrzeugen zu angemessenen Preisen, hapert es jedoch auch bei der öffentlichen Ladeinfrastruktur. Nach den Zahlen des BDEW gab es zum Jahresende 2015 gerade einmal 5.836 Ladepunkte. Zum Vergleich: Deutschland hat über 15.000 Tankstellen.

Ich habe nach den Grundsätzen der Wohlfahrtsökonomik das Thema Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur untersucht und die öffentliche Ladeinfrastruktur zeigt danach deutliche Anzeichen von Marktversagen. Ein Oligopol der Anbieter sorgt für überhöhte Preise, erschwerte Zugangsbedingungen für Kunden und Lieferanten und einen stagnierenden Ausbau der Infrastruktur. Diese Problemfelder lassen sich letztlich nur durch Regulierung, wie sie auch im Bereich der Telekommunikations- und Energienetze notwendig ist, lösen.

Die Problemfelder und die Lösung , wie man der E-Mobilität in Deutschland besser zum Durchbruch verhelfen kann,  sind in meinem neuen Buch (Link zu Amazon) detailliert dargestellt:

41rUeaPaHdL._SX331_BO1,204,203,200_

 

BDEW: Ausbau der Ladeinfrastruktur kommt nicht voran


Gestern, am 17.03.2016, veröffentlichte der BDEW die aktuellen Zahlen zur öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur (Link) und der Ergebnis ist ernüchternd:

„Zum Jahresende 2015 standen Fahrern von Elektromobilen insgesamt 5.836 öffentlich zugängliche Ladepunkte zur Verfügung, lediglich 265 mehr als noch zur Jahresmitte 2015.“

snapshot

Es wird deutlich, dass sich das Verhältnis von öffentlichen Ladepunkten zu E-Fahrzeugen spürbar verschlechert hat. Eine ungute Entwicklung, kommt es doch für die Akzeptanz von E-Fahrzeugen auf ein gut verfügbares Ladenetz an.

Diese Zahlen sind letztlich nicht überraschend, da im Bereich der Errichtung und des Betriebs von öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur ein Marktversagen nach makroökonomischen Grundsätzen vorliegt: Aufgrund verschiedener Effekte, wie etwa fallende Durchschnittskosten bei der Errichtung eines Ladenetzwerks oder auch die exklusive Vergabe der Stellplätze an einen Ladenetzbetreiber bilden sich lokale Monopole.

Dies bedeutet, dass der Ausbau nur dann vorankommen wird, wenn das öffentliche Ladenetz reguliert oder mit staatlichen Mitteln ausgebaut wird. Eine ausführliche Herleitung und Begründung dieser Effekte sowie einen Lösungsvorschlag finden Sie unter https://energyblawg.wordpress.com/2016/02/01/oeffentliche-ladesaeulen-das-unregulierte-oligopol/

Keine Geschäftsgeheimnisse im natürlichen Monopol


Lange Zeit war die EEG-Umlage als einer der Treiber für die Strompreise von Letztverbrauchern im Fokus. Kein Wunder, machte die EEG-Umlage doch im Jahr 2014 bereits 22 % des Strompreises aus:

Corporate Design; Barriefreiheit

Quelle: Bundesnetzagentur, Monitoringbericht 2014, S. 167

Der Anteil der Netzentgelte am Strompreis lag im Jahr 2014 noch bei 22,7 % (Nettonetzentgelt plus Entgelt für Abrechnung, Messung und Messstellenbetrieb) und hat nun mittlerweile die 25 %-Schwelle vielfach schon überschritten.

Doch während die Ermittlung der EEG-Umlage transparent und nachvollziehbar erfolgt (die Daten sind auf http://www.netztransparenz.de einsehbar), sind die Netzentgelte eine einzige Blackbox. Netzentgelte werden durch die Bundesnetzagentur und die Landesregulierungsbehörden genehmigt, aber eine Veröffentlichung dieser Genehmigungen erfolgt – anders als in § 74 EnWG vorgeschrieben – nur gelegentlich und selbst dann nur mit geschwärzten Zahlen, so z.B.:

bescheid

Dieser intransparenten Praxis hat nun das Verwaltungsgericht Köln einen Riegel vorgeschoben und in einem Urteil (Link) angeordnet, dass die Bundesnetzagentur entsprechende Unterlagen – ohne Schwärzungen – veröffentlichen muss. So führt das Gericht richtigerweise aus:

Es bestehe im Fall der Beigeladenen ein sog. natürliches Monopol. In diesem Fall existiere keine wirkliche Wettbewerbssituation.

Netznutzer und Letztverbraucher können also in Zukunft nachprüfen, wie sich der größte Kostenblock des Strompreises zusammensetzt.