The Model 3 by Tesla Motors will probably be sold out by April 1st


I am one of the people, who went to a Tesla Store today and reserved a car, which i haven’t even seen yet and  which will be delivered in Europe not until 2018. And i laid down 1,000 EUR as a (refundable) reservation charge. There are about 220 Tesla Stores worldwide and seeing the lines at the stores i would guess at least 100 people per store will reserve a Model 3 today. So as of today we are looking at 22,000 reservations for the Model 3, maybe even more than that. Starting with the unveiling event at 8:30 pm (pacific time) the online ordering process for the Model 3 will go live and i am guessing (it’s a wild guess) that Tesla could add another 100,000 online reservations during the event itself . With the current production capacity of Model S and X at 50,000 units per year, i would expect a starting production capacity for the Model 3 at 100,000 units at best. So if you are thinking about ordering a Tesla Model 3 better be quick, some other people want that car, too.

Here are some pics from around the world:

https://twitter.com/amynpirani/status/715551420812959744

Looks like this is the KODAK-Moment for the automotive sector after all. Exciting times.

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Keine Geschäftsgeheimnisse im natürlichen Monopol


Lange Zeit war die EEG-Umlage als einer der Treiber für die Strompreise von Letztverbrauchern im Fokus. Kein Wunder, machte die EEG-Umlage doch im Jahr 2014 bereits 22 % des Strompreises aus:

Corporate Design; Barriefreiheit

Quelle: Bundesnetzagentur, Monitoringbericht 2014, S. 167

Der Anteil der Netzentgelte am Strompreis lag im Jahr 2014 noch bei 22,7 % (Nettonetzentgelt plus Entgelt für Abrechnung, Messung und Messstellenbetrieb) und hat nun mittlerweile die 25 %-Schwelle vielfach schon überschritten.

Doch während die Ermittlung der EEG-Umlage transparent und nachvollziehbar erfolgt (die Daten sind auf http://www.netztransparenz.de einsehbar), sind die Netzentgelte eine einzige Blackbox. Netzentgelte werden durch die Bundesnetzagentur und die Landesregulierungsbehörden genehmigt, aber eine Veröffentlichung dieser Genehmigungen erfolgt – anders als in § 74 EnWG vorgeschrieben – nur gelegentlich und selbst dann nur mit geschwärzten Zahlen, so z.B.:

bescheid

Dieser intransparenten Praxis hat nun das Verwaltungsgericht Köln einen Riegel vorgeschoben und in einem Urteil (Link) angeordnet, dass die Bundesnetzagentur entsprechende Unterlagen – ohne Schwärzungen – veröffentlichen muss. So führt das Gericht richtigerweise aus:

Es bestehe im Fall der Beigeladenen ein sog. natürliches Monopol. In diesem Fall existiere keine wirkliche Wettbewerbssituation.

Netznutzer und Letztverbraucher können also in Zukunft nachprüfen, wie sich der größte Kostenblock des Strompreises zusammensetzt.

Das Strommarktgesetz – ausgebremste E-Mobilität


Am Mittwoch, dem 04.11.2015, wird der Referentenentwurf (PDF) des Wirtschaftsminsteriums zum Strommarktgesetz im Kabinett diskutiert (und vermutlich ohne Änderungen verabschiedet). Der Entwurf sieht unter anderem vor, dass § 3 Nr. 25 EnWG wie folgt geändert werden soll (Änderungen in fett):

 

25.   Letztverbraucher

Natürliche oder juristische Personen, die Energie für den eigenen Verbrauch kaufen; auch der Strombezug der Ladepunkte für Elektromobile gilt als Letztverbrauch,

 

Mit dieser Gesetzesänderung soll nun endlich für die Frage, wie Ladepunkte für E-Fahrzeuge energiewirtschaftlich einzuordnen sind, Klarheit und Rechtssicherheit geschaffen werden. Das Gegenteil wird jedoch erreicht.

Man muss kein geschulter Jurist sein, um die Bedeutung des Wortes Letztverbrauch ermitteln zu können. Wenn ich etwas verbrauche – zumal als Letztverbraucher -, so zehre ich diese Sache auf. Diese Sache ist dann nicht mehr vorhanden – sie ist aufgebraucht, wurde in etwas anderes umgewandelt.  Wenig überraschend vertritt auch der BGH dieses Begriffsverständnis. So schreibt dieser in der „Pumpspeicherkraftwerke“-Entscheidung, Beschluss des BGH vom 17. November 2009, Az. EnVR 56/08 (PDF), unter Randnnummer 9:

 

Der Pumpvorgang zehrt die entnommene elektrische Energie zunächst auf. Wird das Wasser aus dem oberen Becken abgelassen, wird neue elektrische Energie gewonnen. Dies sind grundsätzlich zwei getrennte Vorgänge, die jeweils auch unterschiedlich abgerechnet werden.

 

Der BGH untermauert diese Einschätzung in Randnummer 10 des zitierten Beschlusses, wonach die Umwandlung von Energie einen Letztverbrauch darstellt. In der Begründung des Beschlusses argumentiert der BGH dabei auch mit der Begriffsdefinition in Art. 2 Nr. 9 der Richtlinie 2009/72/EG, die den „Endkunden“ als denjenigen bestimmt, der Elektrizität für den eigenen Verbrauch kauft.

Damit stellt sich die Gretchenfrage: Verbrauchen Ladepunkte für Elektromobile Strom?

Sie tun vor allem eins: Sie geben Strom ab – an E-Fahrzeuge. Einziger Bestimmungszweck von Ladepunkten für E-Fahrzeuge ist die Versorgung dieser E-Fahrzeuge mit Strom. Dies geschieht meist entgeltlich (das wäre dann eine Belieferung im Sinne des EnWG und der Richtlinie 2009/72/EG) oder auch unentgeltlich (das wäre dann eine Abgabe von Strom im Sinne einer Weiterverteilung). Nur verbraucht wird der Strom gerade nicht, denn es findet weder eine Aufzehrung noch eine Umwandlung statt. Ladepunkte für E-Fahrzeuge fungieren vielmehr als Steckdose, also als Verknüpfungspunkt mit dem Stromnetz. Das macht sie aber nicht zu Letztverbrauchern, sondern allenfalls zum Teil des Netzes.

Die geplante Novellierung des § 3 Nr. 25 EnWG überdehnt also die Bedeutung des Wortes „Verbrauch“ und verstößt insbesondere gegen die Begriffsbestimmung in Art. 2 Nr. 9 der Richtlinie 2009/72/EG. Das Strommarktgesetz ist in diesem Punkt also europarechtswidrig.

Die Sinnwidrigkeit dieses Definitionsversuchs in der EnWG-Novelle wird auch mit Blick auf die Regelungen des § 38 EnWG deutlich: Wenn nämlich ein Letztverbraucher, der kein Haushaltskunde ist, kurzfristig ohne Lieferant dasteht, so muss der Grundversorger für einen Übergangszeitraum einspringen und die Stromlieferung an diesen Letztverbraucher erbringen. Öffentliche Ladepunkte werden jedoch nahezu ausschließlich  von Unternehmen betrieben, die selbst Grundversorger in dem jeweiligen Gebiet sind. In der nachfolgenden Aufstellung sind die 12 größten Ladepunktbetreiber in Deutschland aufgeführt:

emoblis

Damit wird auch das verfolgte Ziel dieser Gesetzesänderung sichtbar: Der Betrieb von Ladepunkten soll nicht den üblichen Regularien des EnWG unterfallen. Indem aber die Ladepunkte – und nicht richtigerweise die Fahrzeugfahrer – als Endkunden definiert werden, werden all die Energieversorger, die derzeit Ladeinfrastruktur betreiben, von der Regulierung des EnWG im wesentlichen ausgenommen. Eine reife Leistung im Jahr 10 seit Inkraftreten des EnWG.

Der E-Fahrzeugfahrer und die Lieferanten ohne Ladeinfrastruktur sind die Leidtragenden: Fahrzeugfahrer sehen sich intransparenten und überhöhten Preisen ausgesetzt und Lieferanten, die Strom über öffentliche Ladepunkte an Fahrzeugfahrer liefern wollen, bleiben außen vor.

Und im Übrigen kommt der Ausbau der Ladeinfrastruktur in 2015 fast zum Erliegen: Nach den Angaben des BDEW gab es in der ersten Jahreshälfte 2015 kaum neue Ladepunkte. Immerhin hat der BDEW in seiner Mitteilung noch klargestellt: „Ein Ladeinfrastruktur-Rückbau ist nicht erfolgt. „

And so it begins: Going Solar and cutting the cord


Wie die TAZ in einem Artikel vom 26.01.2015 („Fabrik ohne Anschluss ans Stromnetz„) schreibt, gibt es in Deutschland nun erste Stromversorgungsmodelle, die ohne Anschluss an das Stromnetz auskommen und dennoch wirtschaftlich sind.

Bei dem beschriebenen Gebäude handelt es sich um eine Gewerbeimmobilie, so dass das Energiekonzept etwas aufwendiger ist, aber es funktioniert:

 

Um zu allen Tageszeiten die einfallende Sonne nutzen zu können, wurden die Fassaden in alle vier Himmelsrichtungen mit Photovoltaikmodulen bestückt, die Nordseite des Gebäudes wurde vor allem aus optischen Gründen mit einbezogen. Auf dem Flachdach sind zudem Module aufgeständert, sie weisen nach Osten, Süden und Westen. „So reduzieren wir die Mittagsspitze und haben zugleich Erträge von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang“ sagt Widmann. Überschüsse an Solarstrom werden für trübe Tage in einer Blei-Gel-Batterie mit 400 Kilowattstunden Kapazität zwischengespeichert.

In der Jahressumme liefern die Solarmodule mit zusammen 112 Kilowatt Leistung rund 85.000 Kilowattstunden Strom. 50.000 davon benötigt die Fabrik mit ihren 30 Arbeitsplätzen, der Rest wird mittels Wärmepumpe zum Heizen oder Kühlen eingesetzt, ferner zum Betanken von Elektrofahrzeugen – schließlich kann die Firma ihre Überschüsse ja nicht wie andere ins Netz einspeisen. Für Situationen, in denen der Solarstrom nicht reicht, gibt es noch ein Biogas-Blockheizkraftwerk (BHKW), das Strom und Wärme bereitstellt.

 

Dies dürfte der Beginn eines Trends sein, der sich durch die sinkenden Preise für Batterielösungen noch deutlich verstärken wird.

 

Tennet reicht den Bürgern die Hand


Und die Hand ist mit Geld gefüllt! Ein bisschen jedenfalls.

Nach einer Meldung von SPON wird Tennet zukünftig die finanzielle Beteiligung von Bürgern an der Westleitung von Brunsbüttel nach Niebull ermöglichen. Was steckt dahinter?

Die Westleitung ist im Netzentwicklungsplan als wichtiges Vorhaben bestätigt worden und soll als Vorhaben Nr. 8 Teil des Bundesbedarfsplanes werden (weitere Informationen dazu finden Sie auf www.netzausbau.de). Das Projekt – es geht um eine 380-Kilovolt-Trasse, also eine Höchstspannungsleitung – ist vor Ort sehr umstritten, eine Bürgerinitiative hat sich formiert. Inhaltlich geht es u.a. um die Themen Trassenführung und ob Erdkabel statt Freileitungen verwendet werden sollen.

Es ist fraglich, ob sich der harte Kern des Widerstands vom Angebot einer finanziellen Beteiligung beeinflussen läßt, aber insgesamt betrachtet bietet dieses Modell durchaus einen interessanten Ansatz der Teilhabe an der Energiewende.

Tennet schreibt auf der eigenen Homepage, dass die Genehmigung der Finanzregulierungsbehörde noch ausstehe, aber dass eine Verzinsung von 4,5 bis 5 % vorgesehen sei und dass die Höhe der Bürgerbeteiligung 40 Millionen Euro betragen könne, maximal aber 15 Prozent des Investitionsbudgets.

Die Verzinsungshöhe (und auch die Deckelung auf 15% des Investitionsbudgets) spricht dafür, dass die Bürgerbeteiligung von Tennet wohl als Eigenkapital bei der Genehmigung der Investitionsmaßnahme gemäß § 23 ARegV geltend gemacht werden sollen. Genau wird man dies erst bei Vorlage der konkreten Finanzierungsinstrumente (werden vermutlich Genussscheine sein) sagen können. Formell handelt es sich zunächst erst einmal um Hybridkapital, dass je nach Ausgestaltung der Finanzierungbedingungen (z.B. hinsichtlich der Kündigungsfrist, der Gewinnausschüttungsregelungen, der Haftungsregelungen und der Rangfolge) als Eigen- oder auch Fremdkapital zu bilanzieren ist.

Für die Geltendmachung als Eigenkapital spricht zunächst die Zinshöhe. Die anvisierte Zinshöhe entspricht dem Maximum, was Tennet wohl als Fremdkapitalkosten geltend machen könnte. Aus unternehmerischer Sicht wird Tennet aber einen internen Risikoaufschlag auf den Zinssatz vornehmen (und sei es nur für die Kosten der Verwaltung und der Ausgabe der Wertpapiere), so dass ich eine Geltendmachung als Fremdkapital für unwahrscheinlich halte. Für Eigenkapital kann Tennet hingegen 9,05% Zinsen ansetzen. Dies bedeutet also eine Zinsdifferenz von mehr als 4% und das dürfte sehr attraktiv für Tennet sein (das wäre dann ein klassisches Beispiel für den Leverage-Effekt).

Auch die Deckelung der Beteiligung auf maximal 15% des Investitionsbudgets spricht dafür: Tennet kann bis zu 40% des Kapitals als Eigenkapital ansetzen und verzinsen und dementsprechend 60% als Fremdkapital. Sollte die Bürgerbeteiligung als Fremdkapital genutzt werden, bedürfte es kaum der Begrenzung auf 15%. Beim Eigenkapital bleibt es durch die Begrenzung auf 15% somit aber bei einer Minderbeteiligung.

Sofern die Schlussfolgerungen stimmen, bietet sich also den Bürgern hier ein interessantes Investment, wenngleich nicht verkannt werden darf, dass Tennet in diesem Fall ebenfalls ein außerordentlich gutes Geschäft über die Zinsdifferenz macht.